Geschichte

Ursprünge

Die erste Hälfte des 19. Jahrhunderts war in Deutschland geprägt von einer religiösen Gleichgültigkeit, wenn nicht sogar von einer feindlichen Gesinnung gegenüber dem Katholizismus. Als Gegenbewegung hierzu wurden katholische Vereine gegründet, Mitte des Jahrhunderts entstanden dann die ersten katholischen Verbindungen (Bavaria Bonn, 1844), die Duell und Mensur ablehnten. Der Grundstein für unseren Dachverband, den Cartellverband der katholischen deutschen Studentenverbindungen  (CV), wurde 1856 mit einem Freundschaftsvertrag zwischen Aenania (München) und Winfridia (Breslau) gelegt.

Gründung

Titelseite des ersten AC-Protokollbuchs von 1890 Die Katholische Deutsche Studentenverbindung Normannia wurde am 4. Oktober 1890 mit den Farben moosgrün – rosa – weiß gegründet. In den ersten Jahren kämpfte Normannia um Anerkennung bei den anderen Karlsruher Verbindungen, was dank der Unterstützung aus dem CV und des großen Engagements der ersten Normannen auch sehr bald gelang. Weil an der Technischen Hochschule das Abitur nicht für alle Studienfächer Voraussetzung war, dieses jedoch vom Cartellverband als Aufnahmebedingung gefordert wurde, konnte die Verbindung nicht sofort in den CV aufgenommen werden. Deshalb gründete Normannia zusammen mit Nassovia (Darmstadt) und Rheno-Saxonia (Köthen) den Starkenburger Cartellverband.

Frühe Entwicklungen

Erst mit Einführung des Maturitätsprinzips trat Normannia 1901 in den CV ein. In den Folgejahren wuchs Normannia so stark, dass es 1921 zur Gründung unserer Tochterverbindung der K.D.St.V Schwarzwald kam. Eine Couleurkarte von 1913 Seit der Gründung verkehrte Normannia in vielen Lokalen Karlsruhes und allmählich entstand der Wunsch nach einem eigenen Heim, sodass 1926 eine Etage über dem Salmen am Ludwigsplatz angemietet wurde. In der Zeit des Nationalsozialismus musste ein so genanntes “Kameradschaftshaus” in der Redtenbacherstraße bezogen werden, das nach der Selbstauflösung 1935 aufgegeben wurde.

Die Wiederbegründung

Wappen im Treppenhaus des Normannenhauses Nach der Wiederbegründung im Sommer 1949 konnte Normannia bereits 1953 in eine Wohnetage eines Neubaus an der Ecke Amalien-/Waldstraße einziehen, bis dann am 30. Juni 1962 der Grundstein für unser heutiges Verbindungshaus in der Sebastian-Kneipp-Straße gelegt wurde. Seitdem ist das Normannenhaus Mittelpunkt des Verbindungslebens, wo wir uns zu Diskussionen, Vorträgen und Festen oder auch zum gemütlichen Beisammensein in der Kellerbar treffen.